Ein neues Presbyterium

Eigentlich hätte am 1. März 2020 eine Presbyteriumswahl stattfinden sollen. Da wir aber nur soviele Kandidatinnen und Kandidaten gefunden haben, wie Stellen zu besetzen waren, hat der Kreissynodalvorstand beschlossen, dass die Vorgeschlagenen als gewählt gelten. Und nun hätte am 22. März das neue Presbyterium eigentlich in sein Amt eingeführt werden sollen. Das muss laut der rheinischen Kirchenordung in einem Gottesdienst geschehen. Und da fangen die neuen Probleme jetzt an. Denn wegen der Coronapandemie sind Gottesdienste zur Zeit untersagt.

Die Landeskirche hat nun aufgrund der aktuellen Situation ein Verfahren beschlossen, mit dem das Problem zunächst einmal gelöst werden kann. Bei der Einführung eines Presbyteriums müssen die neugewählten Mitglieder ein „Presbytergelübde“ ablegen, diejenigen Mitglieder, die schon länger dabei sind, müssen an ihr Gelübde erinnert werden. Das darf nun auch außerhalb eines Gottesdienstes geschehen, und zwar mündlich (auch telefonisch) oder schriftlich (auch per Mail). Pfarrer Justen ist als Presbyteriumsvorsitzender daher damit beschäftigt, nun alle neuen Presbyterinnen und Presbyter der Reihe nach anzurufen …

Das neue Presbyterium wird aller Voraussicht nach mit Ablauf des 22. März 2020 als eingeführt gelten. Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir dies in einem Gottesdienst noch einmal gebührend begehen.

Wie die Sitzungen in den nächsten Wochen stattfinden werden, steht noch nicht fest. Die Landeskirche hat aber den Weg eröffnet, Sitzungen auch in Form von Videokonferenzen stattfinden zu lassen. Das ist freilich für uns noch komplettes Neuland. Mal schauen, ob wir das hinbekommen.

Übrigens: Die Gemeinde bleibt auch dann handlungsfähig, wenn das Presbyterium nicht tagen kann, weil der oder die Vorsitzende befugt ist, notwendige dringende Entscheidungen erst einmal selbst zu treffen. Bei einem solchen „Eilbeschluss“ muss dann im Nachhinein die Genehmigung des Presbyteriums eingeholt werden.

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Über Christian Justen

Geboren 1970 in Traben-Trarbach. Aufgewachsen in Irmenach (Hunsrück). Studium in Wuppertal und Bonn. Vikariat in Mülheim an der Ruhr. Probedienst in der Eifel, an der Mosel und auf dem Hunsrück. 2006 bis 2014 Pfarrer in Birkenfeld (Nahe). Seit 2014 Pfarrer in Übach-Palenberg.

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